Was ist ein Tagesgeldkonto? Zinsen, Sicherheit und Funktionsweise
Ein Tagesgeldkonto gehört zu den einfachsten Möglichkeiten, Erspartes zu verzinsen, ohne dabei auf tägliche Verfügbarkeit zu verzichten. Wir erklären, wie es funktioniert und wodurch es sich von Girokonto und Festgeld unterscheidet.
Definition: Was ist ein Tagesgeldkonto?
Ein Tagesgeldkonto ist ein Bankkonto, auf dem Guthaben verzinst wird, während es gleichzeitig – anders als bei Festgeld – jederzeit ohne Kündigungsfrist verfügbar bleibt. Der Name „Tagesgeld" bezieht sich darauf, dass Ein- und Auszahlungen taggleich beziehungsweise innerhalb weniger Bankarbeitstage möglich sind.
Genutzt wird ein Tagesgeldkonto in der Regel als Ergänzung zum Girokonto: Während das Girokonto den laufenden Zahlungsverkehr abwickelt, dient das Tagesgeldkonto als verzinste Reserve für Rücklagen oder kurzfristige Ersparnisse.
Tagesgeld vs. Girokonto und Festgeld
Im Unterschied zum Girokonto ist ein Tagesgeldkonto meist nicht für den täglichen Zahlungsverkehr gedacht: Eine eigene Karte oder Überweisungen an Dritte sind häufig nicht möglich, Transaktionen laufen ausschließlich zwischen dem Tagesgeldkonto und einem hinterlegten Referenzkonto.
Im Vergleich zu Festgeld verzichtet Tagesgeld auf eine feste Laufzeit und Kündigungsfrist – dafür ist der Zinssatz variabel und kann vom Anbieter jederzeit angepasst werden, während Festgeld für die vereinbarte Laufzeit einen festen Zinssatz garantiert.
Wie sicher ist mein Geld auf dem Tagesgeldkonto?
Guthaben auf einem Tagesgeldkonto ist über die gesetzliche Einlagensicherung in der Regel bis 100.000 € pro Kunde und Bank abgesichert. Bei Anbietern mit Sitz im europäischen Ausland gilt die jeweilige nationale Einlagensicherung des Sitzlandes, die EU-weit auf einem vergleichbaren Mindestniveau harmonisiert ist.
Vor der Kontoeröffnung lohnt sich dennoch ein Blick auf das konkrete Einlagensicherungssystem des Anbieters, insbesondere bei Banken außerhalb Deutschlands.
Worauf Sie bei der Wahl des Anbieters achten sollten
Neben der Höhe der Verzinsung lohnt sich ein Blick darauf, ob es sich um einen dauerhaften Zinssatz oder eine befristete Neukundenaktion handelt, die nach einigen Monaten wieder abgesenkt wird. Auch die Frage, ob für die Eröffnung zusätzlich ein Girokonto oder Depot beim selben Anbieter nötig ist, spielt bei der Entscheidung eine Rolle.
Wichtig ist zudem die Geschwindigkeit von Ein- und Auszahlungen: Bei den meisten Anbietern ist das Guthaben innerhalb weniger Bankarbeitstage auf dem Referenzkonto verfügbar, teils sogar taggleich.